Die TRAM als zukunftsfähigen Verkehrsträger rehabilitieren

Kommentar von Sebastian Berz zu:

Viele offene Fragen: Stadtwerke Augsburg suchen nach Lösungen für die Linie 5

AugsburgerAllgemeine, 16.02.2026

Herr Krog bringt es in der Headline auf den Punkt. Die Stadtwerke ringen nach Lösungen, denn bereits vor 20 Jahren begann ein Abwägen zwischen den Belangen des Naturschutzes, der Verkehrsführung, dem Städtebau und einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, die für die Linie 5 als Teil des Projekts Bahnhofstunnel ein wesentliches Förderkriterium wurde. Es ist gut für Augsburg, wenn die TRAM als zukunftsfähiger Verkehrsträger rehabilitiert wird.

Aber die TRAM hat das zunehmende Störungsproblem im Nadelöhr Innenstadt. Ein vernachlässigtes Thema, das alle Linien betrifft. Auch die längst bestehende Linie 2 zum Universitätsklinikum. Für diese Linie könnte die Reisezeit in der TRAM schon heute ohne jede Baumaßnahme verkürzt und auch störungsfrei werden durch Tausch der Linienäste 2 und 4 zwischen Königsplatz und Wertach- Brücke.

Widersprüchlich werden die Feststellungen der Stadtwerke mit der Aussage, bestehende Busverbindungen senkten die Förderfähigkeit für TRAM- Ausbaustrecken, wie es für den vorgeschlagenen Ringschluss vor der City- Galerie argumentiert wurde. Nach Beschlusslage im Stadtrat werden die Busverbindungen auf der Strecke einer zukünftigen Linie 5 optimiert. Offenbar stehen zum Realisierungszeitpunkt lange etablierte Buslinien dem Ausbau durch eine TRAM nicht im Wege.