
Kommentar von Thomas Hecht zu:
a.tv, 20.02.2026
Bürgerbegehren City-Ring – Wie machbar wäre eine neue Tramstrecke?
Um sich selbst ein Bild zu machen von der Streckenführung des mit dem Herz-OP-Begehren verbundenen Tram-Rings haben sich Mitglieder der ÖDP und der AltAugsburgGesellschaft auf den Weg gemacht. Sebastian Berz, Stadtplaner und Vorsitzender der AltAugsburgGesellschaft führte dabei aus, dass die vom Begehren vorgesehene Streckenführung ohne eigenen Gleiskörper auskomme und im Individualverkehr mitschwimmen solle, wie an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet ja auch schon. Dies sei entgegen den Unterstellungen der Stadtregierung auch förderfähig und erfordere keinesfalls umfangreiche Baumrodungen entlang der Jakober Wall Straße. Im Gegenteil werde durch die Ausgestaltung in der Grottenau/Karlstraße der Ring auf der West-Ost-Achse zusätzliche neue Bäume situieren.
Für Begehrens-Vertreter Tom Hecht ist das ein Erfolgsmodell: „Vor Ort sich ein Bild machen, sagt mehr als tausend Worte! Die Tram kann gut im Verkehr mitgeführt werden. Sie nutzt teilweise bereits vor Jahrzehnten vorbereitete Streckenabschnitte, kann Problemanschnitte entschärfen, verbessert die Anbindung der Altstadt auch für Menschen mit Behinderung, und schafft Optionen für Tangentiallinien. In der Grottenau dämpfen die geplanten neuen Bäume den Straßen-Lärm.“
Seitens der Stadtwerke werde zudem angenommene, dass die Fortführung der TRAM- Ringlinien bis zum Hauptbahnhof Bestandteil des Begehrens sei. Die Verbindung ist zwar im Nahverkehrs-Entwicklungsplan enthalten, jedoch für die Entlastung der Innenstadt nicht wesentlich und damit kein Bestandteil des Begehrens. Somit fallen auch die prognostizierten Kosten für den Tunnelbau ins Hauptbahnhofuntergeschoss weg. Diese sind fälschlicher Weise in dem Filmbeitrag des ATV mit 120 Millionen € viel zu hoch angegeben.
Die Kosten des Gesamtprojektes müssten dann auch unter ganzheitlicher Betrachtung gewertet werden: „Gerade an einem Tag wie heute, an dem die 4er auf die 2er umgelegt wurde, zeigt sich was Resilienz bedeutet. Ohne Ausfälle geht es trotz Notbaustelle weiter. Genau das schafft die Herz OP für einen zentralen Bereich“, so Hecht.