Sehr geehrte Damen und Herren,
die Initiatoren der zwei Bürgerbegehren „7000 Bäume“ und „Herz-OP für die Tram“ begrüßen die Entscheidung der neu gewählten Augsburger Stadtspitze, die Stadtentwicklung mit der Bildung eines Referats wesentlich zu stärken. Das Wachstum der Stadt kann als Schwerpunktthema politisch konsistent entwickelt und administrativ effizient realisiert werden. Auch laufende Großprojekte werden mit dieser Expertise konkreter kommuniziert und sichtbarer unterstützt.
Vor diesem Hintergrund sind die beiden miteinander in Details verwobenen Bürgerbegehren „7000 Bäume“ und „Herz-OP für die Tram“ als aktuelle Initiativen mit anwachsender Interaktion zwischen den Initiatoren und den Bürgern zu verstehen. Der Charakter dieser Begehren hebt sich wesentlich von den typischen Entscheidungs-Begehren mit polarisierender Zuspitzung der Fragestellung ab.
Mit dem Auftakt der Begehren in der Aufwärmphase zur Kommunalwahl 2026 haben sich einzelne Initiativen und Parteien als Unterstützer zu den Zielen bekannt. Nach der Neuordnung der Zuständigkeiten in Politik und Verwaltung werden nun bisher unbestimmt gebliebenen Akteure von den Initiatoren gezielt um Stellungnahmen und Unterstützung gebeten.

Mit der Einarbeitung des neuen Augsburger Stadtrats baut sich nun die zweite Phase der „wachsenden Bürgerbegehren“ auf. Zunächst bieten die Initiatoren an den kommenden Samstagen in der City eine Reihe von Freiluft Workshops an. Ab 23. Mai bis 1. August wird jeden Samstag von 11:00 bis 14:00 ein anderer Stadtteil Diskussionsthema über öffentliche und private Begrünungspotentiale sein. Aufgegriffen werden dabei die Erkenntnisse der Stadtklimaanalyse ebenso, wie die historische Ortskernentwicklung. Im Besonderen werden auch in den Stadtteilen bestehende Initiativen zur Sprache kommen.
Parallel zu einer intensiveren Begrünung an ausgewählten Straßen und Plätze im gesamten Stadtgebiet wird an den Ständen das zweite Bürgerbegehren Herz-OP für die Tram diskutiert. Das Konzept für die schrittweise Rückeroberung der Aufenthaltsqualität in der historischen Altstadt greift wesentlich weiter, als die Ansätze laufender Beteiligungsverfahren der Stadt. Die Innenstadt kann mit ihren vielen Museen, spezialisiertem Einzelhandel und attraktiver Gastronomie in die Zukunft gedacht werden. Die substantielle Verbesserung des ÖPNV mit dem in Augsburg tragenden Netz der Tram leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Die Innenstadt ist im städtischen Leben das wirtschaftliche Zentrum der Gesamtstadt. Daher ist ihre Erreichbarkeit bei Veranstaltungen in öffentlichen Raum ein zentrales Anliegen, das verbessert werden soll.
Beide Bürgerbegehren für eine Transformation der Stadt bergen das Potential, die Gestaltqualität des Ensemble Augsburg in denkmalpflegerischer Hinsicht wesentlich zu steigern.
Christian Pettinger
Stadtrat der ÖDP
Sebastian BERZ
altaugsburggesellschaft